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Eizellvorsorge (engl. social egg freezing) ist das Tiefkühlen unbefruchteter weiblicher Eizellen als Vorsorge für den Fall, dass später ein unerfüllter Kinderwunsch besteht. Hintergrund ist die rapide abnehmende Fruchtbarkeit der Frau ab 35 Jahren (bei etlichen Frauen schon ab 30 Jahren). Wir bieten dies seit 2012 auch in unserem Labor an, immer nach ausführlicher ärztlicher Beratung.

Die Methode entspricht dem ersten Teil einer In-vitro-fertilisation, mit hormoneller Stimulation der Eierstöcke und Entnahme durch die Scheide in Kurznarkose. Die Lagerung ist nach Schweizer Gesetz auf zehn Jahre beschränkt. Falls die Eizellen später verwendet werden, werden sie aufgetaut und mit dem Samen des dannzumaligen Partners im Rahmen einer IVF/ICSI befruchtet.
| KOSTEN (werden von der Krankenkasse nicht zurückerstattet) |
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Eizellvorsorge ist auf keinen Fall ein Allerheilmittel für die breite Bevölkerung und sollte nicht aggressiv vermarktet werden, ebensowenig von gewissen Arbeitgebern gefördert werden, welche ihre weiblichen Arbeitskräfte länger behalten möchten, ohne ihnen familienfreundliche Karriereoptionen anzubieten. Frankreich und Skandinavien beweisen, dass dies möglich wäre. Eizellvorsorge kann jedoch eine legitime Notlösung sein für Frauen zwischen 30-35 ohne geeigneten männlichen Partner, insbesondere dann, wenn eine Beziehung zerbrach, weil sich der Mann nicht auf eine Familiengründung festlegen mochte. Ich habe immer diese differenzierte Meinung vertreten, auch in den Abendnachrichten des Schweizer Fernsehens im Jahr 2014.
Dr. med. Michael Singer 2013 - 2026
Link zu NZZ-Artikel 16.12.2013 und Interview mit der Philosophin S. Brauer
Ist es einfacher, Eizellen einzufrieren, als männlich dominierte Karrieremuster aufzubrechen? - Kommentar von Nicole Althaus, NZZ am Sonntag, 18.5.2014